10. Februar 2026
Roadside Assistance ist beim Mietwagen in den USA eine Zusatzleistung für Pannenhilfe. Also keine Versicherung im klassischen Sinne, sondern eher die Frage: Was passiert, wenn das Auto nicht mehr will, du dich aussperrst oder irgendwo Hilfe brauchst?
Je nach Anbieter heißt das Paket etwas anders. Bei Alamo taucht es zum Beispiel als Roadside Plus (RSP) oder Pannenhilfe PLUS bzw. (in manchen Fällen) Roadside Assistance Protection auf. Inhaltlich geht es fast immer um dasselbe: Du bekommst Hilfe, ohne dass dir für den Einsatz extra Gebühren berechnet werden. Ohne Paket bekommst du in der Regel auch Hilfe, nur eben bei bestimmten Vorkommnissen gegen Rechnung.

Wichtig ist der Unterschied: Roadside Assistance ist nicht dafür da, Unfallschäden zu "versichern". Es ist eher die "Rettung" für die typischen Alltags-Pannen, die unterwegs passieren können, auch wenn man sich das im Urlaub natürlich anders vorgestellt hat.
Was ist drin und was nicht?
Die folgenden Punkte sind typische Leistungen:- Schlüsselservice: Ersatz bei verlorenem Schlüssel bzw. Remote-Key (je nach Station und Bundesstaat mit Einschränkungen)
- Abschleppen, wenn es nicht um einen Unfall geht(!)
- Hilfe bei plattem Reifen (wenn kein nutzbarer, aufgepumpter Ersatzreifen verfügbar ist, wird oft abgeschleppt)
- Lockout-Service: Auto öffnen, wenn der Schlüssel im Fahrzeug liegt
- Starthilfe bei leerer Batterie
- Kraftstoff-Lieferung in kleiner Menge (typisch: bis zu 3 Gallonen), wenn du leergefahren bist
- Reifen als Ersatzteil: Der neue Reifen selbst ist meist nicht enthalten, es geht um den Service, nicht um die Materialkosten
- Abschleppen nach einem Unfall: Das fällt in eine andere Kategorie als "Panne"
- Fälle, in denen du gegen Mietbedingungen verstößt: Dann kann das Paket unwirksam sein und es gelten wieder Standardgebühren.
Beim letzten Punkt werden theoretisch auch andere Versicherungen im schlimmsten Fall ungültig. Also bleib brav ;).
Was kostet die Roadside Assistance?
Der Preis der Pannenhilfe hängt natürlich immer vom Vermieter und weiteren Buchungsfaktoren ab. Bei Alamo kannst du etwa mit einem Preis zwischen $5 und $7 pro Miettag rechnen. Bei 14 Tagen Roadtrip bist du dann also bei etwa 80€ on top.
Warum wird das am Schalter so gern verkauft?
Wenn du in den USA landest, hast du oft schon einen halben Reisetag hinter dir. Jetlag, Gepäck, Kinder, Hunger, dazu ein Rental Counter, an dem plötzlich vier Zusatzoptionen aufpoppen, die alle nach "Sicherheit" klingen. Roadside Assistance ist ein Klassiker in dieser Kategorie, weil es sich leicht erklärt und emotional gut verkauft: Niemand hat Lust, in der Wüste Arizonas mit dem Auto hängen zu bleiben und sich dann selbst um Hilfe zu bemühen.
Ganz nüchtern betrachtet ist es für den Vermieter ein Zusatzverkauf, der in vielen Fällen nie genutzt wird. Für dich ist es eine "Peace of Mind"-Möglichkeit, der je nach Reisetyp sinnvoll sein kann oder eben nicht.
Meine Meinung: Ich buche es nicht, aber für wen es eventuell sinnvoll ist
Ich mache es kurz: Ich würde Roadside Assistance nicht dazubuchen. Ich fahre seit über 30 Jahren in die USA, bin dort viel mit Mietwagen unterwegs und hatte in dieser Zeit noch nie eine echte Autopanne. Die Wahrscheinlichkeit eines geplatzten Reifens und ggf. einer teuren Abschleppung ist da, aber sie ist gering.
Natürlich kann immer etwas passieren. Aber genau da wird es interessant: Viele der typischen Themen sind eher selbst gemacht als Schicksal. Leer gefahren, weil man dachte, die nächste Tankstelle kommt schon. Schlüssel im Auto, weil man kurz die Koffer sortieren wollte und sich dann wundert, wie schnell so eine Zentralverriegelung zuschlägt. Batterie leer, weil irgendwo eine Innenleuchte an war oder man das Auto an einem Aussichtspunkt mit offener Heckklappe zu lange stehen ließ.
Und damit sind wir bei der Zielgruppe, für die es sich lohnen kann. Wenn du ein Hallodri bist und gerne mal den Schlüssel stecken lässt, dann kann Roadside Assistance ihr Geld schon mal wert sein. Nicht, weil du ein schlechter Mensch bist, sondern weil im Urlaub der Kopf oft woanders ist: Ankunft, Route, Walmart, erstes Hotel, und irgendwo dazwischen liegen die car keys plötzlich im Kofferraum.
Die zweite Gruppe: Du planst einen längeren Trip durch die Pampa und willst einfach ein besseres Gefühl. Das ist kein Drama, sondern nachvollziehbar. Wer zum Beispiel mehrere Tage durch sehr dünn besiedelte Regionen fährt (Stichwort: lange Distanzen, wenig Empfang, wenig Verkehr), der schläft vielleicht ruhiger, wenn er weiß: Im Fall der Fälle gibt es ein klares Protokoll und keine Diskussion über "Was kostet das jetzt?" mit dem Abschlepper.
Ein realistisches Szenario: Du bist irgendwo außerhalb größerer Orte unterwegs, ein Reifen verliert Luft, und der Ersatzreifen ist entweder nicht vorhanden oder nicht fahrbereit. Dann ist es angenehm, wenn Abschleppen und Organisation nicht auch noch zum Urlaubsprojekt werden. Genau für solche Momente ist das Produkt gemacht.
Fazit: Brauchen oder nicht?
Wenn du eher der Typ "ruhig, organisiert, tankt bei halbem Tank nach" bist, dann kannst du Roadside Assistance in vielen Fällen entspannt weglassen. Wenn du aber weißt, dass du bei solchen Details gerne mal kreativ wirst, oder du einfach ein Sicherheitsnetz für sehr abgelegene Strecken möchtest, dann ist es zumindest keine komplett sinnlose Option.
Und noch ein praktischer Tipp: Am Schalter hilft ein klarer Satz. Ein freundliches "Nein danke, ich brauche das nicht" spart Zeit. Diskussionen gewinnt man dort selten, und ehrlich gesagt will man sie nach einem langen Flug auch gar nicht gewinnen.
Und übrigens: Für deinen Roadtrip wissen Profis wie du ja, dass du den Mietwagen bei USA to GO besonders günstig bekommen kannst. Ohne Magie, einfach mit dem berühmten Rabatt ;)
Ich wünsche dir wie immer eine gute Reise,
Micha
Unsere besten Tipps für Deine USA Reise
- 1. Mietwagen direkt & günstiger buchen
Buche direkt beim Vermieter, nicht über einen Reiseveranstalter. Das ist fast immer günstiger und Deine Reservierung ist sicher, weil sie unmittelbar mit dem Leistungserbringer vereinbart wurde. Wir empfehlen als Vermieter uneingeschränkt Alamo, den wohl beliebtesten Anbieter bei deutschen Kunden. Alamo hat uns eine Buchungsmaske bereitgestellt, mit der Du den Mietwagen direkt bei ihnen buchst, aber gleichzeitig einen Rabatt von bis zu 20% angerechnet bekommst. Du erhältst die besten Preise - und von uns kostenlos eine deutschsprachige Betreuung obendrauf.
Zur Mietwagensuche inkl. Rabatt* - 2. Ferienunterkünfte direkt beim Vermieter buchen
Vergiss airbnb und Co. Nutze diese Portale, um Deine Ferienwohnung zu finden. Suche aber anschließend bei Google, ob das Objekt auch von einer lokalen Verwaltungsagentur oder dem Vermieter selbst angeboten wird. Gerade in Florida hat fast jeder Besitzer eine Verwaltung, die sich um viele Ferienwohnungen gleichzeitig kümmert und professionell aufgestellt ist. Diese kann auch Deine Buchung und Zahlung problemlos annehmen - nur eben deutlich günstiger als bei den bekannten Portalen, die immer eine Servicegebühr draufschlagen. Bei Fewo-Direkt/HomeAway/VRBO siehst Du oft den Namen und das Logo der Verwaltung auf den Profilseiten der Ferienobjekte, welche Du im Anschluß leicht googeln kannst. - 3. Rundum versichert mit geeigneter Kreditkarte
Ohne Kreditkarte wird es im USA Urlaub nicht gehen. Achte bei der Auswahl der Kreditkarte vor allem darauf, dass Du keine Auslandseinsatzgebühren zahlen musst. Auch ein Auslandskrankenschutz ist gerade in den USA ein Muss. Und da eine USA Reise teuer sein kann, lohnt es, über eine Reiserücktritts- oder auch Reiseabbruchversicherung nachzudenken. Die Platinum Double von Barclays vereint alle genannten Punkte in einer Kreditkarte. Man erhält sogar noch eine Zusatzhaftpflichtversicherung für den Mietwagen bis zu einer Deckungssumme von 1 Mio Euro. Die Kreditkarte ist zwar nicht kostenlos, aber zu einem Jahrespreis von 99,-€ findet man kaum eine bessere Möglichkeit, komplett abgesichert zu sein und gleichzeitig eine gute Kreditkarte für Auslandsreisen sein eigen nennen zu können. Wir nutzen die Kreditkarten von Barclays selbst, daher ist dies eine persönliche Empfehlung.
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