In diesem Artikel erfährst du:
- Welche Regeln für Flugticket, Sitzplatz und Freigepäck bei Kleinkindern wichtig sind
- Warum Kindersitz, Booster und Bundesstaat-Regeln vor der Mietwagenreise geprüft werden sollten
- Wie Kinderwagen, Nationalparks, Freizeitparks und Las Vegas mit Kindern einzuschätzen sind
- Welche praktischen Tipps zu Pool-Sicherheit, Reisebett und Familien-Mietwagen helfen
Die USA sind wirklich ein äußerst kinderfreundliches Land. Wer schon einmal in den Staaten war, der weiß, wie freundlich und hilfsbereit die Menschen dort sind. Für Kinder legen die netten Amerikaner aber noch eine Schippe drauf. Das äußert sich in vielen kleinen Dingen, wie z.B. die obligatorischen Malstifte ("crayons") während man im Restaurant auf das Essen wartet (das hat man sich in Deutschland mittlerweile zum Teil abgeguckt). Natürlich gibt es viel zu erkunden in den 50 Staaten. Mit Kindern können die USA noch einmal viel aufregender werden. Speziell für den allerersten USA Urlaub mit Kindern sind aber für Eltern viele Fragen offen. Ich versuche, anhand meiner eigenen Reiseerfahrung mit meinen Kindern in den vergangenen Jahren, ein paar Antworten und Tipps mitzugeben.
Fliegen mit Kleinkindern - eigenes Ticket?
Reisen mit Kindern ist natürlich eine enorme Kostenfrage (und Nervenfrage - aber das bleibt unter uns). Wer sehr auf sein Geld achten muss, ist froh, wenn er unter Umständen bei Kleinkindern zumindest die Buchung eines eigenen Sitzplatzes vermeiden könnte. In diesem Fall könnte das Kleinkind auf dem Schoß der Eltern sitzen. Je nach Größe des Kindes bekommt es dann einen Extragurt, der an den Gurt von Mama oder Papa geschnallt wird. Für Babies gibt es in den Flugzeugen in der Regel Reihen, in denen die Flugbegleiter ein kleines Bett ("bassinet") einhängen können. Dieses Bett ist normalerweise kostenfrei und wird dann vor Ort nach dem Boarding bereitgestellt.

Dabei haben Fluggesellschaften verschiedene Auffassungen von “Kleinkindern” und somit ist entsprechend auch die Vorgabe, ob ein Kind dann doch einen eigenen Sitzplatz haben muss. Nach unserer Erfahrung ist die Grenze oftmals das Alter von 2 Jahren. Ist das Kind jünger, kann man entscheiden, ob das Kind deutlich kostengünstiger (kostenlos ist es trotzdem nicht!) auf dem Schoß mitreisen darf oder doch ein eigener Sitzplatz gebucht werden soll. Natürlich darf man nicht vergessen, dass ein Transatlantikflug je nach Destination auch über 10 Stunden dauern kann und man speziell bei Nachtflügen als Eltern noch weniger Platz in den häufig schon engen Economy-Reihen hat.
Wo die Airlines häufig sehr kulant sind, ist das Thema Freigepäck für Kleinkinder. Viele bieten die Möglichkeit, einen Kinderwagen und Autositz kostenfrei aufzugeben. Beachten müsst ihr nur, dass Kindersitz oder Kinderwagen ggf. unter Sperrgepäck fallen und ihr diese Gegenstände im Flughafen an einem anderen Schalter abgeben müsst. Plant also genügend Zeit ein, denn der Sperrgepäckschalter muss nicht unbedingt in der Nähe des normalen Check-Ins sein. Informiert euch am besten direkt bei eurer Airline über diese Alters- und Gepäckregelungen für Kleinkinder.
Autofahren mit Kindern in den USA
Wer mit Kindern in den USA unterwegs ist, sollte beim Mietwagen nicht zu knapp planen. Auf dem Papier sieht eine kleinere Fahrzeugklasse oft ausreichend aus. In der Praxis kommen aber schnell große Koffer, Handgepäck, Rucksäcke, Kinderwagen, Snacks, Wasserflaschen und Einkäufe dazu. Und spätestens nach dem ersten Walmart-Besuch ist der Kofferraum meistens voller als gedacht.
Welche Fahrzeugklasse ist sinnvoll?
Für Familien ist ein SUV oft die angenehmere Wahl, vor allem bei längeren Strecken und mehreren Hotelwechseln. Bei zwei Erwachsenen und zwei Kindern kann ein Standard SUV ein guter Kompromiss sein. Wenn sehr viel Gepäck, ein Kinderwagen oder mehrere große Koffer dabei sind, kann auch Minivan sinnvoll sein.
Ein Minivan ist nicht unbedingt schöner, aber oft praktischer. Mehr Platz, leichterer Einstieg, bessere Aufteilung und weniger Kofferraum-Tetris. Gerade bei Rundreisen mit mehreren Stationen ist das manchmal mehr wert als ein etwas cooler aussehender SUV.

Kindersitze: Eigenen mitbringen oder vor Ort mieten?
Die Regelung für Kindersitze ist wie so oft bei der amerikanischen Gesetzgebung von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich. Die Altersgrenzen für den vorgeschriebenen Einsatz von Kindersitzen für alle 50 Bundesstaaten aufzulisten würde den Rahmen des Artikels sprengen. Stattdessen verweise ich auf die sehr schöne Übersicht der Gesetze für die einzelnen US Staaten. In Florida ist es z.B. derzeit so, dass Kinder ab 6 Jahren nicht mehr in einem speziellen Kindersitz sitzen müssen. Natürlich müssen die Kinder aber wie jeder andere Fahrzeuginsasse auch entsprechend korrekt angeschnallt sein.
Neben den gesetzlichen Vorschriften ist noch die Frage zu klären, ob man einen Kindersitz oder -erhöhung ("booster") vom Autovermieter (meist gegen Aufpreis) nehmen möchte oder diesen aus der Heimat selbst mitbringt. Wie oben beschrieben, fallen Kindersitze bei vielen Airlines unter Freigepäck und würden so keine weiteren Kosten erzeugen. Nur das Schleppen der Autositze vom Gepäckband über den gesamten Flughafen bis hin zur Mietstation ist nach einem 10-Stundenflug dann mitunter eine körperliche Herausforderung. Demgegenüber steht das häufige Misstrauen in die Qualität (und Sauberkeit) der Autositze, die der Autovermieter bereitstellt. Ich habe aber persönlich auch noch keine schlechten Meinungen von Freunden oder Bekannten zu den Kindersitzen vom Vermieter gehört. Meine persönliche Empfehlung ist, die eigenen Kindersitze mitzubringen, solange die Kinder noch nicht groß genug für die normalen Boostersitze sind (natürlich entsprechend den gesetzlichen Anforderungen des jeweiligen Bundesstaates).
Das gilt natürlich entsprechend den gesetzlichen Anforderungen des jeweiligen Bundesstaates. Wichtig zu wissen: Ein deutscher Kindersitz kann zwar praktisch und sicher sein, muss in den USA aber nicht automatisch als zugelassener Kindersitz anerkannt werden, wenn ihm die entsprechende US-Zulassung beziehungsweise Kennzeichnung fehlt. Bei einer Polizeikontrolle kann das im Zweifel zum Problem werden. Hier müsst ihr selber entscheiden, ob euch das Vertrauen in den deutschen Kindersitz wichtiger ist, als möglicher Ärger bei einer - ich nenne es mal: sehr detaillierten Polizeikontrolle.
Passt der Mietwagen zu Gepäck, Kindern und Route?
Bei einer USA-Reise mit Kindern reicht es oft nicht, nur irgendeine passende Fahrzeugklasse auszuwählen. Prüfe lieber konkret, welche Wagenklassen für deine Reisedaten verfügbar sind und welches Paket zu eurer Reise passt.
Unterwegs mit dem Kinderwagen - kein Problem!
Wie erwähnt, sind die USA ein sehr kinderfreundliches Urlaubsland. Und so ist es gegeben, dass viele Attraktionen und Ortschaften barrierefrei ausgebaut sind und sehr gut mit dem Kinderwagen zu besuchen sind. So gibt es unter anderem in den Vergnügungsparks vor nahezu jeder Attraktion einen großzügigen Extrabereich, um die Kinderwagen zu parken ("stroller parking"). Nur bei einem Besuch des Grand Canyons oder wenn man sich generell in die weite Natur der Nationalparks schlagen möchte, kann es mit einem Kinderwagen etwas schwierig werden.
Gibt es Orte, die man mit Kindern nicht besuchen sollte?
Westküste, Ostküste oder Südstaaten - die USA haben wirklich sehr viel auf so viel unterschiedliche Weisen zu bieten. Auch für Kinder findet man eigentlich überall ganz wunderbare Dinge, um Spaß, Action oder auch einmal Entspannung bieten zu können. So gibt es eigentlich fast keinen Ort, der für Kinder besonders ungeeignet wäre. Ob es für die kleineren Kids geeignet ist, stundenlang durch die Straßen von New York City zu spazieren, muss aber jeder mit sich selbst und seinem Nervenkostüm ausmachen. Das einzige, wovon ich aus eigener Erfahrung tatsächlich abrate, ist der Besuch mit Kindern in Las Vegas, jedenfalls wenn man die Absicht hat, als Erwachsener die Stadt selbst voll auszukosten. Zwar dürfen Kinder selbstverständlich die Hotels betreten, es wird aber sehr strikt darauf geachtet, dass sie sich nicht in den Casinos aufhalten. Spielen ("gambling") sowie Alkohol ist erst ab 21 Jahren erlaubt, und selbst in Begleitung eines Erwachsenen ist das Betreten des Casinos absolutes tabu. Bei unserem letzten Besuch in Las Vegas waren unsere Freunde mit ihrem damals zweijährigen Sohn dabei. Ich erinnere mich, dass sie immer wieder - natürlich aber stets freundlich - auf ihr Kind angesprochen wurden, selbst wenn sie nur kurz am Rande des Casinos mit Kinderwagen warteten (man muss ja eigentlich immer “durch” das Casino, um zu den Fahrstühlen zu den Hotelzimmern zu gelangen).
Selbstverständlich gibt es in und um Las Vegas aber auch noch mehr zu erkunden als nur die Casinos. Für viele sind die Casinobesuche aber nach wie vor die wichtigste Sache.
Weitere nützliche Hinweise und Tipps
Beim Thema Pool und Kinder gibt es in den USA meist strenge Regeln, was bedeutet, dass bei der Anmietung einer Unterkunft mit Pool normalerweise für die Sicherheit der (Klein-)Kinder ausreichend gesorgt sein sollte. So sind Zäune oder ein gut gesicherter Zugang zum Pool verpflichtend für den Anbieter der Unterkunft. Häuser sind oft mit Alarmen ausgestattet, die man z.B. kurzzeitig beim Öffnen der Tür zum Pool deaktivieren muss. Vergisst man dieses Deaktivieren (z.B. kurzes Drücken auf einen Knopf auf “Erwachsenenhöhe”), bricht nach wenigen Sekunden der Alarm aus. Wenn ihr euch unsicher seid, dann fragt am besten vor der Buchung der Unterkunft nach, inwiefern der Pool gesichert ist. Zusätzlich kann man für das Spielen am Pool oder Meer seinen kleinen Nichtschwimmern z.B. auch eine Schwimmweste anziehen.
Möchtet ihr, dass euer Baby oder Kleinkind in eurem Schlafzimmer schläft oder sind vielleicht die Anzahl der “bedrooms” nicht ausreichend für die ganze Familie, so könnt ihr für wirklich wenig Geld (etwa $20 - $30) direkt am ersten Urlaubstag ein sehr komfortables aufblasbares Minibett bei z.B. Walmart kaufen gehen. Auch die bekannten Reisebetten (“pack n play”) sind nicht wirklich teuer. Wir haben diese beiden Varianten für unsere Kinder bis zum Alter von 4 Jahren jedes Jahr genutzt und am Ende des Urlaubs dann entweder unseren amerikanischen Freunden geschenkt oder als Spende bei z.B. “Goodwill” abgegeben.
Häufige Fragen zum Thema
Ja, die USA sind für Familien gut bereisbar. Es ist ein extrem kinderfreundliches Land. Wichtig ist, Flug, Mietwagen, Kindersitz, Unterkunft und Tagesplanung nicht zu knapp zu kalkulieren.
Das hängt von Airline, Alter und Tarif ab. Kinder unter zwei Jahren können häufig auf dem Schoß mitreisen, ein eigener Sitzplatz kann auf einem langen Transatlantikflug aber deutlich entspannter sein.
Viele Airlines erlauben die kostenlose Mitnahme von Kinderwagen oder Kindersitz, oft als Sondergepäck. Die genaue Regelung solltest du vor dem Flug direkt bei der Airline prüfen.
Kindersitzregeln unterscheiden sich je nach Bundesstaat. Vor der Reise solltest du prüfen, welche Alters-, Größen- oder Gewichtsvorgaben entlang deiner Route gelten.
Ein eigener Kindersitz gibt mehr Kontrolle über Qualität, Sauberkeit und Passform. Ein Sitz vom Vermieter spart Schlepperei, kostet aber meist extra und hängt von der Verfügbarkeit vor Ort ab. Häufig werden deutsche Kindersitze nicht offiziell anerkannt, falls es mal zu einer Polzeikontrolle kommen sollte, da die Amerikaner ihre eigenen Sicherheitsstandards haben.
In Städten, Freizeitparks und vielen Attraktionen ist ein Kinderwagen meist gut nutzbar. In Nationalparks, an Aussichtspunkten oder auf Naturwegen kann eine Trage oder flexiblere Planung sinnvoller sein.
Las Vegas ist mit Kindern möglich, aber nicht ideal, wenn Casinos und Nachtleben im Mittelpunkt stehen sollen. Kinder dürfen sich nicht in Casino-Bereichen aufhalten, auch wenn sie Hotels und öffentliche Bereiche betreten dürfen.
Für Familien sind SUVs oder Minivans oft deutlich entspannter als kleinere Wagen, besonders bei viel Gepäck, Kindersitzen und längeren Strecken. Bei USA to GO lassen sich passende Alamo-Fahrzeugklassen und Paketleistungen für Familien schnell vergleichen.
Experten-Tipps für Deine Planung
Buchst Du direkt bei Alamo über unsere exklusive Suchmaske, sparst Du bis zu 20%. Zudem landet Deine Buchung direkt im System von Alamo - das garantiert den vollen Zugriff auf Komfortfunktionen wie 'Skip the Counter'.
Hier klicken & Rabatt sichern
Sicherheit vor Ort
Bei Mietwagen in den USA sind 300.000 USD Haftpflicht Standard. Um auf das deutsche Sicherheitsniveau von 1 Mio. EUR zu kommen, bieten wir eine kompakte Zusatz-Haftpflicht über die HanseMerkur an. Eine kleine Investition, die im Schadensfall den Unterschied macht.
Details zur Zusatz-Haftpflicht