Interview beim US Konsul in Frankfurt am Main
Zunächst einmal müsst ihr keine große Angst haben. Der Besuch im amerikanischen Konsulat entspricht eher einem Behördengang als einem von vielen befürchteten Verhör durch den US-Konsul. Wichtig ist, dass ihr nur das Nötigste in das Konsulat mitbringt, da man durch einen Sicherheitscheck am Eingang muss und beispielsweise keine elektronischen Geräte erlaubt sind. Bevor man das Gebäude überhaupt betritt, meldet man sich am Empfangsschalter, wo nachgeschaut wird, ob ihr auf der Liste der an diesem Tag eingeladenen Leute steht. Dort erhaltet ihr einen Zettel mit einer Nummer, ähnlich einem Wartezettel bei einer deutschen Behörde. Im Konsulat selbst sind dann verschiedene Wartebereiche aufgebaut. Bei uns kam anfangs ein Officer rum und fragte nach, für welches Art Visum wir da sind. Somit wurden dann alle Greencard Gewinner "in eine Ecke" gesetzt.
Es gibt dann etwa 20 Schalter, wo jeweils Beamte sitzen, die verschiedene Teilaufgaben verschiedener Visa bearbeiten. Über den Schaltern hängen LED Tafeln, die jeweils die verschiedenen Wartenummern aufrufen.
Am ersten Schalter wird der Reisepass eingesammelt und man erhält einen großen Umschlag, den man anschließend mit seiner Anschrift versehen und ausreichend frankieren muss. Diesen gibt man dann später zurück. Der Umschlag wird nach Bearbeitung an Euch gesendet und beinhaltet dann Eure Reisepässe (mit US Visum!), sowie einem versiegelten Umschlag für den Immigration Officer bei Eurer Aktivierungsreise.
Neben dem Umschlag erhaltet ihr eine Liste, die angibt, in welcher Reihenfolge welche Dokumente (Zeugnis, Polizeiliches Führungszeugnis, Finanzielle Nachweise, ...) sortiert werden sollen, damit es dann am nächsten Schalter schneller weiter geht. Vorher wird noch am Kassenschalter bezahlt (wir mussten damals etwa $750 pro Person bezahlen), es werden Dollars, Euros und übliche Kreditkarten akzeptiert. Wir haben schon desöfteren gehört. dass der Kartenleser o.ä. nicht funktionierte, deswegen sollte man eher mit Bargeld anreisen.
Bevor man an den Schalter tritt, an dem man seine Unterlagen einreicht, kann dann etwas Zeit vergehen. Ist es dann soweit, so schaut sich der Beamte dort die Unterlagen vom Greencard-Gewinner genauer an. Eine Begleitung, die ebenfalls die Greencard erhält, muss nur die Standardunterlagen wie Wehrdienstbescheinigungen und Führungszeugnis bereithalten. Wir wurden an diesem Schalter gleich noch über die weitere Vorgehensweise aufgeklärt (innerhalb eines halben Jahres aktivieren etc.). Sollte es hier zu Ungereimtheiten kommen oder mangelt es bspw. an finanziellen Nachweisen, wird man nochmal gebeten, sich zu setzen und der Beamte geht das mit dem Konsul (oder sonst wem) klären.
Abschließend findet am letzten Schalter das Gespräch mit dem Konsul statt. Hier werden Fingerabdrücke genommen und der Konsul befragt einen nochmal zu seinen Absichten in Amerika usw. Wir wurden hier nach überhaupt nichts gefragt!
Wie lange dauert die ganze Prozedur?Unser Termin war um 8.00. Aber 7.30 wurden wir herein gelassen. Es ging auch schon vor 8.00 los. Da wir nicht zum Arzt mussten, waren wir bereits um 10.30 fertig. Andere waren sogar noch früher wieder raus. Wie es mit der Dauer eines Arztbesuches aussieht in Frankfurt kann ich nicht sagen, in Berlin beim Vertragsarzt hat es weniger als 2 Stunden gedauert.
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