10. März 2026
Bei den meisten Mietwagenbuchungen für die USA aus Deutschland ist eine Absicherung für Schäden am Mietwagen, die wir am ehesten als Vollkasko kennen, bereits enthalten. Aber muss man etwas unterscheiden, denn "Vollkasko" ist in den USA kein sauber definierter Begriff wie bei uns. In amerikanischen Mietverträgen tauchen stattdessen fast immer zwei Kürzel auf: CDW oder LDW. Und die sind zwar in etwa das, was wir als Vollkasko verstehen, aber nur, wenn Du ein paar Details kennst und die Spielregeln einhältst.
In diesem Artikel zeige ich dir, was hinter CDW und LDW steckt, welche 3 Punkte Du vor der Buchung prüfen solltest und bei welchen Fehlern der Schutz im schlimmsten Fall kippen kann.
CDW und LDW: Vollkasko-Logik, aber oft als Waiver
Hinter CDW (Collision Damage Waiver) und LDW (Loss Damage Waiver) steckt im Kern das, was wir mit Vollkasko vergleichen. Es geht also um Schäden am eigenen Mietwagen, egal ob selbst verursacht oder fremd verschuldet. Der wichtige Zusatz ist das W. Oft steht dahinter keine klassische Versicherung, sondern ein Waiver, also eine Haftungsfreistellung. Übersetzt heißt das für Dich nicht weniger Schutz, aber es heißt, dass der Schutz an Bedingungen geknüpft ist. Wenn Du die Spielregeln brichst, kann das Ganze kippen.
Die 3 Dinge, die Du bei der Vollkasko in den USA checken solltest
1. Selbstbeteiligung
Erster Blick auf die Details. Gibt es eine Selbstbeteiligung und wenn ja, wie hoch ist sie. Das ist der Unterschied zwischen einem kleinen Ärgernis und einem echten Urlaubsbudget-Problem.
2. Diebstahl
Bei LDW steckt der Gedanke von Verlust ("Loss") schon im Namen, trotzdem lohnt sich der Check. Manchmal ist Diebstahl enthalten, manchmal läuft es als eigener Baustein, zum Beispiel als Theft Protection. Wichtig ist außerdem das Protokoll im Ernstfall, also der richtige Ablauf mit Einschaltung von Polizei usw.
3. Ausnahmen und Ungültigkeit
Der Klassiker sind Ausnahmen vom Schutz. Typische Beispiele sind Schäden an Glas, Dach, Reifen oder Unterboden. Das muss nicht immer so sein, aber Du willst wissen, was in Deiner Buchung wirklich drin ist.
Checkliste vor der Buchung
Mach diesen kleinen Check, bevor Du buchst- Wie hoch ist die Selbstbeteiligung wirklich?
- Ist Diebstahl enthalten oder separat geregelt?
- Welche Ausnahmen stehen im Kleingedruckten, zum Beispiel Glas, Reifen, Unterboden, Dach?
- Wer ist als Fahrer eingetragen bzw. wer ist autorisierter Fahrer?
- Wie ist das Thema unpaved roads und Offroad in den Bedingungen formuliert
Wann die Vollkasko plötzlich kippen kann
Es ist möglich, dass der Schutz komplett ungültig wird. Im Vertrag läuft das oft unter Verstößen gegen die Bedingungen. Das passiert nicht wegen Kleinigkeiten, sondern typischerweise bei folgenden Verstößen.
Fahren unter Alkoholeinfluss
Wenn Du unter Alkohol fährst und erwischt wirst, hast Du nicht nur Stress mit der Polizei. Du riskierst auch, dass der Schutz für den Mietwagen nicht mehr greift.
Unbefugte Fahrer
Nur eingetragene Fahrer dürfen das Auto fahren. Wenn Du es ganz streng nimmst, ist sogar Valet Parking ein Thema. Ich will hier nicht übertreiben, Valet Parking lässt sich manchmal ja gar nicht verhindern, weil es zum Beispiel im Hotel mandatory ist, und ich persönlich habe da auch keine Sorge und nutze Valet Services im Urlaub. Ich wollte es aber mal erwähnen, dass es im Extremfall Probleme geben könnte.
Fahren auf unbefestigten Straßen
Das wird nicht unbedingt so streng ausgelegt, wie Du jetzt vielleicht denkst. Du sollst eben keine Offroadtouren fahren. Auf einen Parkplatz aus festem Sand zu rollen, wie es am Strand schon mal vorkommt, ist etwas anderes als bewusst über Schotterpisten zu prügeln.
Und was ist mit Straßen, die nicht asphaltiert sind? Alamo hat mir dazu einmal gesagt, dass alle Straßen, die beziffert sind, befahren werden dürfen, also zum Beispiel State Roads, auch wenn es da mal etwas staubiger ist.
Fazit
CDW und LDW sind beim USA Mietwagen im Kern das, was Du als Vollkasko für den Mietwagen erwartest. Wenn Du Selbstbeteiligung, Diebstahl und Ausnahmen einmal sauber prüfst und die drei großen No-Gos vermeidest, ist alles im grünen Bereich.
Hast Du Fragen zum Thema oder allgemein zu Mietwagen in den USA, dann schreib mich gerne an:
Unsere besten Tipps für Deine USA Reise
- 1. Mietwagen direkt & günstiger buchen
Buche direkt beim Vermieter, nicht über einen Reiseveranstalter. Das ist fast immer günstiger und Deine Reservierung ist sicher, weil sie unmittelbar mit dem Leistungserbringer vereinbart wurde. Wir empfehlen als Vermieter uneingeschränkt Alamo, den wohl beliebtesten Anbieter bei deutschen Kunden. Alamo hat uns eine Buchungsmaske bereitgestellt, mit der Du den Mietwagen direkt bei ihnen buchst, aber gleichzeitig einen Rabatt von bis zu 20% angerechnet bekommst. Du erhältst die besten Preise - und von uns kostenlos eine deutschsprachige Betreuung obendrauf.
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Vergiss airbnb und Co. Nutze diese Portale, um Deine Ferienwohnung zu finden. Suche aber anschließend bei Google, ob das Objekt auch von einer lokalen Verwaltungsagentur oder dem Vermieter selbst angeboten wird. Gerade in Florida hat fast jeder Besitzer eine Verwaltung, die sich um viele Ferienwohnungen gleichzeitig kümmert und professionell aufgestellt ist. Diese kann auch Deine Buchung und Zahlung problemlos annehmen - nur eben deutlich günstiger als bei den bekannten Portalen, die immer eine Servicegebühr draufschlagen. Bei Fewo-Direkt/HomeAway/VRBO siehst Du oft den Namen und das Logo der Verwaltung auf den Profilseiten der Ferienobjekte, welche Du im Anschluß leicht googeln kannst. - 3. Rundum versichert mit geeigneter Kreditkarte
Ohne Kreditkarte wird es im USA Urlaub nicht gehen. Achte bei der Auswahl der Kreditkarte vor allem darauf, dass Du keine Auslandseinsatzgebühren zahlen musst. Auch ein Auslandskrankenschutz ist gerade in den USA ein Muss. Und da eine USA Reise teuer sein kann, lohnt es, über eine Reiserücktritts- oder auch Reiseabbruchversicherung nachzudenken. Die Platinum von easybank (ehemals Barclays) vereint alle genannten Punkte in einer Kreditkarte. Man erhält sogar noch eine Zusatzhaftpflichtversicherung für den Mietwagen bis zu einer Deckungssumme von 1 Mio Euro. Die Kreditkarte ist zwar nicht kostenlos, aber zu einem Jahrespreis von 99,-€ findet man kaum eine bessere Möglichkeit, komplett abgesichert zu sein und gleichzeitig eine gute Kreditkarte für Auslandsreisen sein eigen nennen zu können. Wir nutzen die Kreditkarten von easybank selbst, daher ist dies eine persönliche Empfehlung.
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