In diesem Artikel erfährst du:
- Welche Mautarten es auf Highways, Brücken, Tunneln und Express Lanes gibt
- Warum Systeme wie SunPass, E-ZPass, FasTrak, TxTag oder I-Pass regional unterschiedlich funktionieren
- Wie Toll-by-Plate beim Mietwagen abgerechnet wird
- Warum Vermietergebühren, Strafgebühren und Routenplanung vor der Fahrt wichtig sind
Das Mautsystem in den USA kann durchaus komplex sein. Es variiert von Bundesstaat zu Bundesstaat und sogar von Stadt zu Stadt. Hier sind einige wichtige Punkte, die du beachten solltest:
Es gibt eine Reihe verschiedener Arten von Mautstraßen in den USA, einschließlich Brücken, Tunneln, Autobahnen und Schnellstraßen. Mautstellen können fest, zeitabhängig oder streckenabhängig sein. Manche Bundesstaaten haben ein umfangreiches Mautsystem, während andere keine Mautstraßen haben.
Viele Mautstraßen erlauben Barzahlungen, aber es gibt auch viele, die nur elektronische Zahlungen akzeptieren. Einige Mautstellen sind unbemannt und erfordern eine elektronische Transponder-Karte, wie E-ZPass im Nordosten und SunPass in Florida. Sie sind oft als "toll-by-plate" bekannt, weil sie dein Nummernschild fotografieren und die Mautrechnung per Post an den registrierten Halter des Fahrzeugs senden.
Mietwagenunternehmen haben unterschiedliche Richtlinien in Bezug auf Mautgebühren. Einige bieten ein tägliches Mautservicepaket an, das alle Mautgebühren für eine tägliche Gebühr abdeckt. Andere stellen dir die Mautgebühren in Rechnung, die während deiner Miete angefallen sind, zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr. Es ist wichtig, diese Informationen vor der Anmietung des Fahrzeugs zu klären.
Wenn du Mautstraßen vermeiden möchtest, bieten viele GPS- und Navigationssysteme eine Option, um Mautstraßen bei der Routenplanung auszuschließen. Beachte jedoch, dass diese Routen oft länger sind und mehr Zeit in Anspruch nehmen können.
Wenn du eine Mautstelle passierst und nicht bezahlst (sei es absichtlich oder versehentlich), erhältst du eine Strafe, die deutlich höher sein kann als die ursprüngliche Maut.
Mautsysteme in verschiedenen Bundesstaaten
Florida
In Florida gibt es viele Mautstraßen, Brücken und Tunnel, vor allem in der Umgebung von Städten wie Miami und Orlando. Der Florida Turnpike ist wahrscheinlich das bekannteste Beispiel einer Mautstraße. Florida nutzt das SunPass-System für die elektronische Mauterfassung. Viele Mautstellen akzeptieren auch Bargeld, aber einige sind nur elektronisch.
Kalifornien
In Kalifornien gibt es weniger Mautstraßen als in anderen Bundesstaaten, aber es gibt Mautbrücken, wie die Golden Gate Bridge in San Francisco. Kalifornien verwendet das FasTrak-System für die elektronische Mauterfassung. Viele Mautstellen sind ausschließlich elektronisch.
New York
New York hat viele Mautstraßen, Brücken und Tunnel, insbesondere in der New Yorker Metropolregion. New York nutzt das E-ZPass-System, aber viele Mautstellen sind jetzt bargeldlos und nutzen die "Toll-by-plate"-Methode, bei der das Fahrzeug fotografiert und eine Rechnung an den registrierten Fahrzeughalter gesendet wird.
Texas
Texas hat insbesondere in der Umgebung von Städten wie Austin, Houston und Dallas viele Mautstrecken. Texas nutzt das TxTag-System für die elektronische Mauterfassung, aber einige Mautstraßen akzeptieren auch Bargeld.
Illinois
Illinois, insbesondere die Region um Chicago, verfügt über ein umfangreiches Netz von Mautstraßen. Das Illinois Tollway System deckt mehrere Autobahnen ab, darunter die I-90 und die I-88. Für die elektronische Mauterfassung wird das I-Pass-System verwendet. Viele Mautstellen sind mittlerweile bargeldlos, sodass eine elektronische Zahlung oder eine spätere Zahlung per Post erforderlich ist.
Georgia
Georgia hat einige Mautstraßen, insbesondere in der Umgebung von Atlanta. Das Peach Pass-System wird für die elektronische Mauterfassung verwendet. Es ermöglicht den Fahrern, Mautstraßen zu nutzen und dabei den Verkehr zu vermeiden.
Washington
Im Bundesstaat Washington gibt es mehrere Mautbrücken und -tunnel, insbesondere in der Region Seattle. Das Good To Go!-System wird für die elektronische Mauterfassung verwendet. Es ist ratsam, sich vor der Fahrt zu informieren, da einige Mautstellen nur elektronisch sind.
Maut ist nur ein Teil der Mietwagenplanung
Wenn du gerade deine USA-Route planst, solltest du nicht nur an Mautstraßen denken. Prüfe auch, welche Fahrzeugklasse, welches Paket und welche Extras für deine Reise sinnvoll sind.
Tipps für einen Roadtrip quer durch die USA
Ein Roadtrip durch die USA ist ein unvergessliches Erlebnis, erfordert jedoch eine sorgfältige Planung, insbesondere in Bezug auf Mautstraßen. Hier sind einige Tipps:
1. Vorbereitung: Informiere dich vor der Reise über die Mautsysteme der Bundesstaaten, die du durchqueren möchtest. Einige Staaten bieten Rabatte für lokale Bewohner oder Vielfahrer an.
2. Elektronische Mautsysteme: Überlege dir, einen universellen Transponder wie den E-ZPass zu besorgen, der in vielen Staaten funktioniert. Dies kann dir helfen, Zeit zu sparen und Strafen zu vermeiden.
3. Apps und Websites: Es gibt verschiedene Apps und Websites, die dir helfen können, Mautgebühren zu berechnen und Mautstraßen zu vermeiden, falls gewünscht. Einige beliebte Optionen sind TollGuru und Tollsmart.
4. Bargeld: Auch wenn viele Mautstellen elektronisch sind, ist es immer eine gute Idee, etwas Bargeld und Münzen dabei zu haben, insbesondere für ältere Mautstellen oder in ländlicheren Gebieten.
5. Mietwagen: Wenn du ein Auto mietest, erkundige dich bei der Autovermietung nach ihren Mautrichtlinien. Einige Unternehmen bieten Mautpakete an, während andere dir die Mautgebühren in Rechnung stellen.
6. Vermeidung von Strafen: Stelle sicher, dass du alle Mautgebühren rechtzeitig bezahlst, um Strafen zu vermeiden. Wenn du eine Mautstelle ohne Bezahlung passierst, bezahle die Gebühr so schnell wie möglich online oder per Post.
7. Planung: Beachte, dass das Vermeiden von Mautstraßen oft bedeutet, dass du längere und weniger direkte Routen nehmen musst. Plane deine Route und Zeit entsprechend.
Häufige Fragen zum Thema
Maut wird in den USA je nach Bundesstaat und Strecke unterschiedlich erhoben. Es kann feste Mautstellen, streckenabhängige Gebühren, elektronische Systeme oder Kennzeichenerfassung geben.
Toll-by-Plate bedeutet, dass das Kennzeichen des Mietwagens fotografiert und die Maut dem Fahrzeughalter zugeordnet wird. Beim Mietwagen ist das der Vermieter, der die Kosten später an dich weiterberechnen kann.
Teilweise ja, aber nicht überall. Viele Mautstrecken sind inzwischen bargeldlos oder akzeptieren nur elektronische Zahlung.
Bekannte Systeme sind zum Beispiel SunPass in Florida, E-ZPass im Nordosten, FasTrak in Kalifornien, TxTag in Texas und I-Pass in Illinois. Diese Systeme gelten nicht automatisch landesweit für jede Mautstraße.
Die Maut wird je nach Anbieter über Transponder, Kennzeichen oder ein Vermieterprogramm abgerechnet. Zusätzlich zur eigentlichen Maut können Service- oder Verwaltungsgebühren des Mietwagenanbieters entstehen.
Unbezahlte Maut kann zu Strafgebühren führen, die deutlich höher sein können als die ursprüngliche Maut. Beim Mietwagen kann der Vorgang zusätzlich über den Vermieter laufen und weitere Bearbeitungsgebühren auslösen.
Ja, viele Navigationssysteme bieten eine Option zum Vermeiden von Mautstraßen. Diese Routen können aber länger dauern und gerade in Städten oder auf wichtigen Verbindungen unpraktisch sein.
Du solltest vor der Anmietung prüfen, wie der Vermieter Maut abrechnet, ob zusätzliche Tagesgebühren entstehen und ob sich ggf. ein eigenes Transpondersystem bzw. Tollpass lohnt.
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